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Scottish Country Dancing

Scottish Country Dancing (SCD) ist eine moderne Form des „country dancing“, das in England und Schottland im 18. Jahrhundert beliebt war und 1923 von den Gründern der späteren RSCDS (Royal Scottish Country Dance Society) wiederbelebt wurde. Es gibt einige Parallelen zum Square-Dance, zum Contra-Tanz und anderen Volkstänzen, bei denen eine Gasse gebildet wird. Einige ältere Tänze findet man z.B. im österreichischen Tanz wieder.

Die meisten Tänze sind „Gassentänze“ (das Paar steht sich gegenüber, die anderen Paare stehen daneben, so dass sich zwischen der Herren und der Damenseite eine Gasse bildet), es gibt aber auch andere Aufstellungen. Dabei bilden in der Regel 4 Paare ein „Set“, je nach Tanz aber auch mal 3, 5 oder 6. Der Partner wird üblicherweise nach jedem Tanz gewechselt. Die Tänze gliedern sich vor allem in die zwei schnellen Tänze „Reei“ und „Jig“ und den langsamen „Strathspey“.

Es gibt einige Grundschritte, mit denen dann viele Figuren getanzt werden können. Im Gegensatz zum Square-Dance gibt es aber keine strenge Einteilung dieser Figuren in Leistungsklassen.

Die schwungvolle Musik wird von Geige, Klavier, Akkordeon, Flöte, Schlagzeug … in unterschiedlicher Zusammensetzung gespielt.

Beim schottischen Tanzen kommt es sehr auf das „Miteinander“ an, denn man tanzt mit rund sieben Leuten gleichzeitig, statt mit nur einer Person. Lächeln und Augenkontakt gehören zum guten Ton, und es gibt, wenn man will, eine Menge Gelegenheit für lockeres „Flirten“.